meditation

Meditation ist für viele eine anstrengende Angelegenheit. Den Weg von kontinuierlicher Beschäftigung hin zum Spüren von Einheit und Ruhe, ist herausfordernd.

So lohnt sich die Überwindung und die Anstrengung, denn die positiven Auswirkungen von Meditation sind erstaunlich vielseitig:

Positive Wirkung auf den Körper

  • Entspannt die Herz- und Atemfrequenz
  • Verlangsamt den Alterungsprozess
  • Verstärkt die Konzentrationsfähigkeit
  • Stärkt das Gedächtnis
  • Unterstützt die Fähigkeit such zu entspannen
  • Verlangsamt die Ausschüttung von Stresshormonen
  • Verstärkt den Pranafluss
  • Stärkt das Immunsystem

Positive Wirkungen auf die Psyche

  • Lässt Gedanken zur Ruhe kommen
  • Hilft dabei, die Ruhe auch in aufregenden Situationen zu behalten
  • Hilft dabei, innere Stärke und Balance, Freunde, Friede und Vertrauen zu schaffen
  • Mildert Depressionen, indem es den Serotonin-Spiegel im Gehirn steigert
  • Erhöht Selbstbewusstsein und Lebensfreude
  • Hilft negative Denkmuster und Gewohnheiten zu verringern

Positive spirituelle Wirkungen

  • Erhebt das eigene Bewusstsein zum universellen Bewusstsein
  • Hilft dabei, sich auf die universellen Kräfte einzustellen
  • Hilft dabei, auf die Stimmen des inneren Lehrers zu hören
  • Erhöht das Level von spirituellem Bewusstsein
  • Vertieft die Empfindungen von Mitgefühl, Liebe und Freundlichkeit
  • Hilft dabei, die tiefere Absicht des Lebens zu definieren

‘Meditation ist ein kraftvolles Mittel für die Gesundheit. Während der Meditation fließt ein gewaltiger Fluss an Energie direkt durch die Zellen. Wie negative Gedanken die Zellen verunreinigen können, so können positive Gedanken sie regenerieren. Die Vibration der Gedanken durchdringt jede Zelle und kann so Krankheiten vorbeugen und beim Kurieren unterstützen. Die beruhigenden Wellen von Energie, haben auch große, positive Auswirkungen auf Geist und Nerven. Sie lassen einen anhaltenden, positiven Geisteszustand entstehen.’ – Swami Vishnu Devananda

Beginner Tipps

Du stehst kurz vor Deiner ersten Yogaklasse oder möchtest einen guten Freund zum Yoga bewegen, weißt aber nicht wie? Folgende Gut-Zu-Wissen-Tipps bereiten Dich auf Deine erste Yogaklasse vor. Und geben gleichzeitig ein gutes Futter gegen, ‘Ich würde so gerne, ABER’- Ausreden.

1. Yoga ist mehr als Kraft und Flexibilität
Viele bringen Yoga hauptsächlich mit körperlicher Flexibilität und Kraft in Verbindung. Dieser Aspekt ist nicht ganz unwesentlich, aber auch lange nicht alles, worauf es im Yoga ankommt. Schon garnicht ist es etwas, was zur ersten Yogaklasse mitgebracht werden muss. Viel lieber mitzubringen ist: die Bereitschaft, bewusster und tiefer zu atmen, ein bisschen Neugier und viel Humor.

Da das Atemsystem, mit dem Nervensystem verbunden ist, bringt ein bewusster, tiefer Atmen automatisch Ruhe und Klarheit mit sich. Eine Verbindung, aus der das Yoga großen Nutzen zieht.

Die erste Yogaklasse kann herausfordernd sein. Viele neue Dinge sind zu koordinieren. Lass dich davon nicht einschüchtern, sondern eher bestärken. Schätze Deinen Eifer etwas Neues zu lernen.

2. Du brauchst weder Eso noch Öko sein
Yogis sind gesund, bewusst, präsent, höchstspirituell, sie essen nur Bio, vegetarisch oder sogar vegan, sie sind immer freundlich und waren genau so, schon ihr ganzes Leben lang! Trifft das Deine Vorstellung von Yoga Übenden? Das ein oder andere mag vielleicht als Nebeneffekt von einer längeren Yoga Praxis eintreten, aber nichts von alledem ist notwendig um Yoga zu üben! Eher im Gegenteil! Je weniger Du mitbringst, desto mehr kannst mit nach Hause nehmen!

Das Yoga ist ein Übungsweg. Von wo aus Du startest, ist individuell und wohin Du damit gehen möchtest, entscheidest Du ganz allein.

Die Akzeptanz des jetzigen Moments, lässt eine sehr friedliche Atmosphäre entstehen, das schätze ich am Yoga sehr!

3. Wähle einen passenden Yogastil und ein angemessenes Level
Die Yogawelt strahlt mittlerweile in allen möglichen Facetten. Nutze dieses Angebot. Die Antwort auf die Frage: ‘Warum möchte ich mit Yoga beginnen?’ Kann Dir bei der Auswahl eines passenden Yogastils helfen.

Viele Klassen sind in verschiedene Level unterteilt. Auch wenn Du hochmotiviert oder athletisch bist, würde ich Dir für Deine erste Yogaklasse ein Beginner Level, Level 0 oder ein Level 1 empfehlen.

Viel Spass!

yogaformen

Die Formen des Yogas
Hatha Yoga ist in westlichen Gegenden, die bekannteste Form des Yogas und wird ganz oft als ‘DAS YOGA’ verstanden.

Wie der achtgliedrige Pfad nach Patanjali zeigt, kann Yoga weitaus mehr sein, als das Üben körperlicher Haltungen. Auch die unterschiedlichen Formen des Yoga zeigen, dass Arbeit mit Energiehaushalt und Geisteshaltung eine Große Rolle spielt:

Hatha Yoga
Hier hat sich besonders die westliche Welt ausgetobt und eine unglaubliche Vielzahl von Yogastilen entwickelt. Hatha Yoga ganz allgemein, bringt Flexibilität und Stabilität in den Körper. Gleichzeitig bringt es Bewusstsein über körpereigene Funktionen und hilft so beim Aufrechterhalten eines gesunden Lebensstil: Ernährung, Bewegung, Entgiftung, etc.

Jnana Yoga
Hier geht es um das Verständnis des Emotionalen Seins. Jnana Yoga stellt Meditations- und Entspannungstechniken zur Verfügung, die den Blick nach Innen richten. Ziel dabei ist es, zu sehen wie der Geist durch Sinne, Empfindungen und Emotionen beeinflusst wird. Ein tiefes Psychologisches Verständnis führt am Ende dazu, dass Bewusstsein über den Geist herrscht, und nicht andersherum.

Pranayama Yoga
Pranayama bedeutet Energie-Kontrolle. Der Sauerstoffgehalt im Körper wird erhöht. Duzende Techniken zielen auf Revitalisierung und Verjüngung des Nervensystems ab. Die Kontrolle des Energieflusses in den Nervenbahnen führt, je nach Technik, zu Stressabbau, Förderung von Hormonproduktion, Loslassen von alten Gedankenmustern bis hin zur Re-Programmierung des Geistes.

Karma Yoga
Hier geht es um das Gesetz von Ursache und Wirkung. Du findest Techniken, zur Analyse von Gedanken, Emotionen und Empfindungen um ein tieferes Verständnis dafür zu bekommen, was genau Dich in gewisse Lebenssituationen bringt. Es liefert Methoden, mit denen Du ungewollte Aspekte ändern kannst. Im weitesten Sinne ist Karma Yoga das Üben von Mitgefühl und Hilfsbereitschaft allen Menschen gegenüber. Diese Übung lässt automatisch positives Karma entstehen.

Raja Yoga
Auch Yoga des Geistes genannt. Hier findest Du Methoden, die mit visuellen und verbalen Prozessen des Geistes arbeiten. Techniken die darauf abzielen, die Funktionen des Geistes zu verstehen, um die Kraft der Gedanken gezielt einzusetzen. Ganz nach der Idee: der Geist herrscht über die Materie. Diese Kraft des Geistes ist königlich. (Raja = königlich).

Yantra Yoga
Yantra Yoga ist das Lernen von kosmischer Geometrie und Mathematik. Ziel ist, ein Verständnis über die Auswirkung von Zahlen, Symbolen und Farben auf den Geist, zu erlangen. Eine Übung ist zum Beispiel, Mandala-Design: Die Konzentration auf geometrische Formen, erhöht die Fähigkeit, innere Visionen zu entwickeln.

Mantra Yoga
Hier geht es um mehr, als um das Singen von Mantren. Mantra Yoga bringt ein Verständnis über die Auswirkung von Klang auf Körper, Geist und Materie. Verschiedene Klänge erzeugen bestimmte Schwingungen, diese Schwingungen wiederum besondere Energien, und diese Energien beeinflussen die Form von Materie, die Richtung des Geistes, wie den Energiefluss im Körper.

Laya Yoga / Kundalini Yoga / Tantra Yoga
Hier werden Übungen mitgegeben, die Energien in bestimmte Bahnen lenken um schlafende Energien im Körper zu wecken. Diese schlummernden Energien sind die Energien des Universums. Das Wecken und lenken dieser Energien führt zu hoher Erkenntnis. Ein Verständnis über die Chakren, den körpereigenen Energiezentren, geht einher mit diesen Yogaformen.

Bhakti Yoga
In Indien wird Bhakti Yoga, als Weg der Hingabe und Liebe zu Gott, geübt.
Im weitesten Sinne geht es hier um den Einheitsgedanken: der Mensch als ein Teil, des unendlichen Universums: intelligent, wunderschön und mit Sinn und Zweck. Mit dieser Einsicht, beginnst Du zu sehen, dass die Energien, die in Wärme, Licht, Wasser, Planeten, Sterne, etc. stecken, die Energien sind, die auch in unseren Körpern zu spüren sind. Dieses Gefühl von Einheit, lässt Vertrauen entstehen und gibt Dir die Fähigkeit mit dem Fluss des Lebens zu fließen.

yogastile

Überblick beliebter Yogastile in Berlin

Das Berliner Yoga-Angebot ist groß: Hatha-, Vinyasa-, Power-, Hot-, Flow-Yoga. Unter all den Möglichkeiten geht der Überblick schnell verloren. Besonders wenn Yoga neu für Dich ist, und Du auf der Suche nach einem für Dich passenden Stil bist.

Um Dir ein bisschen mehr Orientierung zu geben, welche Yogastile gerne in Berlin geübt werden, habe ich hier die beliebtesten aufgelistet, und in Kategorien, Dynamisch, Statisch und Ruhig aufgeteilt.

DYNAMISCHE YOGASTILE
Ashtanga Vinyasa Yoga nach Pathabi Jois
Dieser Stil wurde von Pathabi Jois entwickelt und ist nicht zu verwechseln mit dem Philosophischen Ansatz des Ashtanga Yoga nach Patanjali. Im Ashtanga Yinyasa liegt der Fokus auf den Körperlichen Haltungen. So ist es ein sehr herausfordernder Yogastil in dem die Verbindung von Atem und Bewegung eine große Rolle spielt, (Vinyasa = Verbindung von Atem und Bewegung), sowie der Einsatz von Konzentrationspunkten und die Aktivierung tieferer Muskelgruppen.

Im Mysore Style übst Du eigenständig eine Serie von Haltungen, unterstützt durch individuelle Anleitung und Hilfestellungen vom Lehrer.

Fließend. Kraftvoll. Konzentriert.

Vinyasa Flow Yoga / Power Yoga / Jivamukti-Yoga
Diese drei Stile sind dem Ashtanga Vinyasa angelenht.

In Vinyasa Flow Klassen, die auch hier im Lagoa unterrichtet werden, wirst Du von einem Lehrer durch die Klasse geführt. Der Lehrer folgt gewissen Richtlinien was Struktur der Klasse angeht, ihm sind im Aufbau der Klasse aber wenig Grenzen gesetzt. Ein sehr verbreiteter Yogastil, nicht nur in Berlin.

Fließend. Kreativ. Ausgleichend.

Poweryoga wurde von Brian Kest entwickelt. Ähnlich dem Vinyasa Flow werden die Klassen von einem Lehrer angeleitet. Der Fokus liegt besonders auf den Kraftaufbauenden Haltungen.

Fließend. Sportlich. Kraftvoll.

Jivamukti wurde von Shanon Gannon und David Life entwickelt. Das Besondere an Jivamukti Yoga Klassen ist, unter anderem der Einsatz von Musik, Gesang und einem monatlich, wechselnden Fokus. Der Fokus ist von Shanon und David vorgeschlagen und thematisiert Körperliche -, Spirituelle- oder Philosophische Aspekte des Yogas, die zu Beginn der Klasse besprochen werden.

Musikalisch. Anregend. Aktivierend.

Acroyoga
Acrobatik Yoga. Hier übst Du zu zweit oder zu dritt. Einer fliegt, meistens auf den Füßen seiner ‘Base’, und der Dritte ‘spottet’, sodass auch alles sicher ist. Ein sehr spielerischer Umgang mit der Idee des Yogas. Der Fokus liegt auf akrobatischen, wie auch passiven, entspannenden Dehnungen. Auch die Kultivierung von gegenseitigem Vertrauen und Freude spielen eine wichtige Rolle.

Spielerisch. Kraftvoll. Spirituell auf seine Art.

Weitere Dynamische Yogastile: Hotyoga (Vinyasa Flow bei ca. 38 Grad).

STATISCHE YOGASTILE
Hatha-Yoga
Wie in den Formen des Yoga beschrieben, handelt es sich beim Hatha Yoga um alle körperliche Yoga Haltungen. Heute hat sich aus der Form ein Stil entwickelt, indem oft klassische Haltungen, über einen längeren Zeitraum gehalten werden. Eine Hatha Yoga Stunde ist auch oft durch Atemübungen begleitet.

Statisch. Klassisch.

Iyengar-Yoga
Von BKS Iyengar entwickelt. Er stockte die 84 klassischen Haltungen aus dem Hatha Yoga auf 200 Haltungen auf, illustriert in seinem Buch Licht auf Yoga, mit detaillierter Beschreibung zur Ausführung und Wirkung. In einer Iyengar Yoga Stunde wird oft individuell auf einzelne Schüler eingegangen. Der typische Einsatz von Hilfsmitteln, unterstützt dabei, die statischen Haltungen, korrekt auszuführen.

Statisch. Mit fundiertem Wissen unterrichtet.

Anusara-Yoga
Dieser Yogastil wurde von John Friend entwickelt und lehnt sich ans Iyengar Yoga an. Fokussiert wird besonders die Ausrichtung der Haltungen wie auch das Näherbringen Philosophischer, und Spiritueller Ideen des Yogas.

Inspirierend. Durchdacht. Harmonisch.

Weitere Statische Stile: Forrestyoga, Bikramyoga (26 Haltungen bei ca. 40 Grad).

RUHIGE YOGASTILE
Yin Yoga
Fokus liegt auf Dehnungen in passiven Haltungen. Viele Haltungen sind im Sitzen oder in Rückenlage. Für Menschen mit einer hohen Körperspannung sehr zu empfehlen.

Regenerierend. Beruhigend.

Weitere ruhige Yogastile: Restauratives Yoga.

was ist yoga

Übersetzt bedeutet das Wort Yoga: Einheit.
Klingt ganz wunderbar. Aber wie soll das gehen?

Genau diesen Übungsweg beschreibt das Yoga. Es stellt einen großen Pool an Übungen bereit, die ein Gefühl von Harmonie, Verbundenheit und Glück entstehen lassen. Eigenschaften, die in der Natur des Menschen liegen, die eigentlich jeder einzelne, in seinem Herzen spüren möchte. Unzählige spirituelle Praktiken und Schulen geben verschiede Übungen mit, aber die Motivation diese zu üben, ist oft ein und dieselbe.

Die Antwort auf die Frage, was Yoga eigentlich ist, und was alles mit dazu gehört, gibt Patanjali in seinen Yoga Sutras. Dem Leitfades des Yogas und eines bedeutendsten Yoga Schriften überhaupt. Er beschreibt den Yoga Weg als einen achtgliedrigen Pfad:

Der 8 gliedrige Pfad – Patanjali’s Ashtanga Yoga

1 Yama: ethische Übungen im Umgang mit der Natur und anderen Menschen.
2 Niyama: Übungen für den Umgang mit sich selbst.
3 Asanas: Körperübungen.
4 Pranayama: Atemübungen.
5 Pratyahara: Rückzug der Sinne.
6 Dharana: Konzentration.
7 Dhyana: Meditation.
8 Samadhi: Erkenntnis.

Kein Mensch hat schließlich die ganze Welt für sich alleine, so stellt Patanjali das Prinzip von den Yamas und Niyamas vor. Eine Art Verhaltensregeln im Umgang mit sich Selbst, mit Anderen und der Welt:

Die 5 Yamas – Übungen im Umgang mit Anderen
Ahimsa: Gewaltlosigkeit in Wort, Tat und Gedanke gegenüber jedem Lebewesen.
Satya: Wahrheit und Aufrichtigkeit in Gedanke und Tat.
Asteya: Nicht- Anhaften, Nicht-Stehlen.
Brahmacarya: Reinheit in Gedanke, Wort und Tat, mäßiges Sexuelles Verhalten.
Aparigraha: Nicht-Gierig sein.

Die 5 Niyamas – Übungen im Umgang mit sich selbst
Sauca:Reinheit: körperlich und räumlich.
Santosha: Eigenschaft Glück in jedem einzelnen Augenblick zu spüren.
Tapas: Anstrengung und Disziplin der Praxis nachzugehen.
Svadhyaya: Selbststudium und Selbstbetrachtung.
Ishvarapranidhana: Intuition, Verbindung zum eigenen und höheren Wissen.

Asanas werden geübt um Flexibilität und Stabilität zurück und den Körper zu bekommen. Sie halten gesund und bereiten Körper und Geist auf die Mediation vor. Pranayama hat besondere Effekte auf den körpereigenen Energiehaushalt, den Pranaflow, und natürlich auf den Sauerstoffgehalt im Körper. Sie sind besonders reinigend und stimulierend auf körperlicher, vor allem aber auf geistiger Ebene. Pratyahara, beschreibt den Blick nach Innen. Die Sinne: Schmecken, Hören, Sehen, Fühlen, Riechen, werden oft durch äußerliche Einflüsse stimuliert. Werden sie beruhigt ist der Blick nach Innen wieder möglich. Diese Eigenschaft ist Vorraussetzung für die Meditation. Die letzen drei Glieder beschreiben die Zustände, die beim Üben von Meditation eintreten können. Dharana, ist die Fähigkeit den Geist auf einen Zustand auszurichten. In diesem Zustand, von tiefer Konzentration und Fokus kann Dhyana, Meditation entstehen. Meditation ist in diesem Sinne nichts was getan werden muss, sondern etwas, das passiert. In dem Zustand von Meditation kann dann letztendlich Samadhi, ein Gefühl von Einheit, von unendlichen Glück entsehen.

Wie Du siehst, beschreibt das Yoga soviel mehr als nur körperliche Übungen. Es beschriebt einen Weg vom Umgang mit der Welt, bis zum Gefühl des höchsten Glücks in sich selbst!

Ein kleiner Tip: ganz egal, an welchen Punkt du deiner Praxis gerade bist, weiter machen. Yoga ist ein Übungsweg, der ganz organisch einen Prozess einleitet. Eines führt zum Anderen. Zeit spielt dabei keine Rolle. ‘Übe. Übe. Übe. Und der Rest wird zu Dir kommen.’ Pattabhi Jois.

Viel Spass und alles Liebe!

Glutamat

Glutamat oder auch Mononanatriumglutamat (Monosodium Glutamate, kurz MSG ist die englische Bezeichnung) ist ein Geschmacksverstärker von dem ich weiß, dass er besser zu vermeiden ist. Doch gerade bin ich in Ländern unterwegs, in dem Glutamat so weit verbreitet ist, dass ich neugieriger geworden bin und wissen wollte, was genau, es so schädlich macht.

Was ist Glutamat?
Das Thema Glutamat ist eigentlich schon ein alter Hut. Bereits in den 70ern, sorgte es in Verbindung mit dem ‘China-Restaurant-Syndrom’ für aufsehen.

Das industriell hergestellte Mononanatriumglutamat ist ein Geschmacksverstärker. Es hat somit keinen Eigengeschmack, verstärkt aber eben gewisse Geschmacksrichtungen. Geschmacksverstärker sind keine Gewürze, sie sind chemische Substanzen.

Nebenwirkungen
Die meist bekannten Nebenwirkungen von Glutamat sind:

Kopfschmerz, Taubheitsgefühl, Hitzewallungen, Herzrasen, Trägheit.

Dr. Russell Blaylock, Forscher und Neurochirurg, geht allerdings noch weiter. In seinem Buch ‘Excitotoxins: The Taste That Kills’ (Exzitotoxizität – Der Geschmack, der einen umbringt) untersucht er die Wirkungen von Glutamat, und anderen Geschmacksverstärkern, auf das Gehirn und das Nervensystem: hohe Dosen von Glutamat im Gehirn, können Gehirnzellen schädigen. Was wiederum Herzinfarkte, Autismus und andere Gehirnkrankheiten hervorrufen kann. In diesem Video erzählt er über Mehr über die Hintergründe seiner Forschung.

Laut der Amerikanischen Lebensmittelbehörde ist der Verzehr von Glutamat übrigens ‘sicher’.
Und nur in höheren Dosen und bei Menschen mit Empfindlichkeit gegenüber Glutamat, werden die Nebenwirkungen beobachtet. Interessant.

Worin sind Glutamat oder andere Geschmacksverstärker versteckt?
In so gut wie allen Fertigprodukten, Gemüsebrühe, Chips.
Aber auch in ziemlich allem industriell verarbeiteten Lebensmitteln. Hier ist es auch ganz gerne mal getarnt unter folgenden Zutaten: Hefeextrakt, natürliche Aromen, Sojaprotein.

Also lieber Ausschau halten und Inhaltsstoffe checken. In asiatische Restaurants (überall auf der Welt), schadet es übrigens nicht, freundlich um ’ohne Glutamat’ zu bitten. Ich laufe hier fröhlich mit einem kleinen Zettelchen, auf dem in thai geschrieben steht: ohne Glutamat. vegetarisch. , in die Restaurants und hoffe darauf, mein Essen ohne MSG zu bekommen.

anjali

In einer Yogaklasse begegnet Dir diese Handgeste mindestens einmal, wenn nicht sogar ein paar dutzend Male. Anjali Mudra ist eines der bekanntesten und gängigsten Handpositionen: die Geste, in der Du beide Hände vor dem Herzen zusammenbringst.

In westlichen Gegenden ist diese Geste als Gebetshaltung bekannt. Für einige kann es durchaus komisch wirken diese Position in einer Yogaklasse einzunehmen.

Die fernöstliche Interpretation dieser Haltung, zeigt allerdings noch weitere, ganz freundliche Facetten:

Es ist auch eine heilige Geste. Allerdings siehst Du hier die Menschen, nicht nur in Tempeln mit den Händen vor dem Herzen, sondern sich auch gegenseitig in dieser Haltung begrüßen oder bedanken.

Aber was bedeutet jetzt genau Anjali Mudra?

Mudra bedeutet Zeichen oder Siegel und Anjali bedeutet Geschenk oder Gabe.

Anjali Mudra ist eines von tausenden verschiedenen Zeichen, die im Yoga, und in verschiedenen hinduistischen Ritualen, genutzt werden. In Indien ist Anjali Mudra oft begleitet durch den Gruß Namaste, was soviel bedeutet wie: Das Licht in mir sieht/grüßt das Licht in dir.

Eine weitere Bedeutung dieses Mudra, ist das Zusammenbringen von Gegensätzen. In diesem Falle ganz offensichtlich: rechte und linke Hand, was als rechte und linke Gehirnhälfte, aktiv und passiv, Sonne und Mond, gesehen werden kann. Das Zusammenfügen vor dem Herzen, die Mitte unseres Seins, bringt Ausgleich und Balance in diese Gegensätze und bringt Bewusstsein zurück zur freundlichen und friedlichen Energie Deines Herzens.

Anjali Mudra und auch Namaste, beschreiben die Essenz der Yogapraxis:Die Verbindung zum wahren Selbst zu schaffen, wie auch das Erkennen von Licht und Liebe in Allem Lebenden.

Um einen Test zu machen:

Setze Dich bequem, schließe Deine Augen und bringe Deine Hände vor dem Herzen zusammen. Wiederhole das ganze ruhig einige Male und achte auf die Wirkung dieses Zusammenführens. Wenn Du nichts spürst, versuche es zusätzlich mit Affirmationen, die für Dich diese Haltung beschreiben: Frieden, Liebe, Weite, Dankbarkeit.

Anjali Mudra, ganz ursprünglich, ist dazu da, den Menschen an das Geschenk des Lebens zu erinnern und dieses weise einzusetzen.

Meine Interpretation von Anjali Mudra ist: Dankbarkeit für das Geschenk, dass ich in meinem Herzen trage. Gleichzeitig dient es mir als Erinnerung, dieses Geschenk in allen lebenden Wesen zu sehen.

Finde heraus was Anjali Mudra für Dich bedeutet!

NY

Weihnachten und Silvester gehen immer viel zu schnell vorbei. Fest habe ich mir vorgenommen, die ruhige Zeit zu nutzen um zu reflektieren und um meine Vision für das kommende Jahr klarer werden zu lassen.

Kennst du das auch? Anstatt Weihnachten besinnlich und mit einem Blick ins Innere zu verbringen, geht es dann doch mehr um Schenken und beschenkt zu werden und darum wer zuerst genug von den Weihnachts-Plätzchen hat. Am Ende bleibt dann doch keine Minute in Ruhe um zu sehen, was mir vergangenes Jahr gebracht hat, was ich mit ins nächste Jahr nehmen möchte, und was lieber nicht. Und eh ich mich versehe, bin ich schon im Neuen Jahr und fast schon wieder im Autopilot-Modus.

Trotz meiner Ausnahmesituation in diesem Jahr, die einen Jahresrückblick und einen Blick in die Zukunft gar prädestinierte, war ich anderweitig beschäftigt. Selbst in völliger Isolation auf einem schwebenden Bungalow im thailändischen Regenwald kam ich nicht dazu, zu schauen was mich eigentlich dorthin gebracht hat und was aus dieser ganzen Reise werden soll. Dafür allerdings bin ich von einem Retreat ins nächste gehüpft. Ein ganz besonderes Weihnachten ging voran! Noch ganz geehrt fühle ich mich, diese besondere Zeit mit so wunderbaren Menschen verbracht zu haben! Und ein Meditationsretreat folgte. Dort habe ich mich in Präsenz geübt. Vipassana. 7 Tage in Stille und in achtsamer Meditation. Steven, Jake und Julie begleiteten uns durch die Kraft der Stille und teilten ihr Wissen über Meditation und Achtsamkeit in Bewegung. Stevens und Jakes tiefes Verständnis und ihr riesiger Erfahrungsschatz über Geistesaktivität während der Meditation und auch im täglichen Leben ist beeindruckend! Und auch das Thema des Retreats: die vier Herzensqualitäten: Liebe, Mitgefühl, Freude und Gleichmut, brachte mich in tieferes Gespür. So blieb nichts nur Theorie sondern wurde tatsächlich erfahrbar.

Warum ich mich auf solch einen Wahnsinn einlasse, 7 Tage lang schweigend zu meditieren, beschreibe ich nochmal in einem weiteren Artikel.

Zurück zum Moment. Zur Vergangenheit. Und zur Zukunft.

So sehr mir die Idee vom Leben im Moment gefällt, glaube ich doch stark an die Kraft des Geistes und seine Visionen. Wie Einstein so schön sagte: ‚Imagination is more important than knowledge.‘ So kreieren positive Ideen und Gedanken ein positives Resultat.

Also wenn Du noch keine Zeit hattest, über kommendes Jahr zu visionieren, dann nehme Dir noch die Zeit und kreiere Dir Dein 2015!

Hier drei Fragen, die Dir dabei helfen können.

Nehme Dir für jede Frage ca. 5 Minuten Zeit und lasse sie in Ruhe wirken. Wenn du einen Lieblings-Meditations-Platz hast, dann wäre das ein prima Zeitpunkt, diesen einzunehmen.

1. Was ist Dir wichtig? Eigenschaften, Werte in Dir selbst und auch in anderen Menschen.
Schreibe dies auf einen kleinen Zettel und hänge ihn dorthin, wo Du ihn immer sehen kannst.

2. Was motiviert, inspiriert Dich?
Nehme Dir für jeden Tag eine kleine Sache vor, die Dein Herz höher schlagen lässt. Wenn Dich zum Beispiel, die Natur inspiriert, kann es so etwas kleines sein, wie Dich an den Duft deiner Lieblingsblume zu erinnern oder im Anblick des nächsten Vollmondes so richtig aufgehen!

3. Wo möchtest Du hin? Hast du einen Traum?
Hier sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Male es am besten so detailgetreu wie möglich aus.
Und überlege Dir, was der nächste Schritt ist, um diesem Traum näher zu kommen.

Erinnere Dich: Träume sind da um gelebt zu werden!

Und siehe da: Auch wenn ich mir diese Fragen nicht direkt während des Vipassanas gestellt habe, sehe ich rückblickend, dass so einige Antworten durch die Vipassana- Meditationen schwebten und die Stille einiges an Klarheit mit sich bringt.

Keine Angst um die Fragen zu beantworten, ist keine 7-Tages-Meditation notwendig! Aber wie gesagt, gebe Dir ein bisschen Zeit um jede Frage in Ruhe wirken zu lassen, bevor du sie beantwortest.

Metta

Gerade beginne ich meinen Tag am liebsten mit einer ruhigen Yoga Praxis und einer Loving Kindness Meditation.

Die Loving-Kindness Mediation hat ihren Ursprung im Buddhismus. Der Original-Titel ist Metta, was Liebe, Freundlichkeit, Güte bedeutet. So ist die Metta Meditation eine Übung um Liebe, Freundlichkeit, Güte in Deinem Herzen zu spüren und auszuweiten. Ganz wunderbar um eine Intention für das Jahr zu setzen, wie ich finde.

Ganz grob, gibt es drei Varianten für die Metta Meditation, die alle ein bisschen kitschig klingen, aber so schöne Wege sind, um Dich mit Deinem Herzen zu verbinden. Probiere gerne alle drei Möglichkeiten aus, und schaue welche für Dich am besten funktioniert.

Mir reichen 20 min für die Meditation. Wenn Dir das zu kurz oder lang ist, finde bitte eine passende Länge für Dich.

Vorbereitung

Bitte einen angenehmen, aufrechten Sitz finden.

Deine Augen schließen.

Nehme Dir ein paar Minuten um Deinen Atem zu spüren. Achte auf jede Ein- und Ausatmung, um ganz präsent den jetzigen Moment wahrzunehmen.

Wenn Fokus und Konzentration etabliert sind, beginne ins Herz zu spüren.

1. Variante

Dies ist wohl der verbreitetste Ansatz.

Um Metta zu ‘rufen’ sagst Du still oder laut:

Ich bin glücklich. Ich bin gesund. Ich fühle mich sicher. Ich bin friedlich und entspannt.

Entweder bleibst Du dabei, Metta ‘nur’ auf Dich zu richten (was sogar schwieriger sein kann, als es an Andere zu schicken) oder du breitest es weiter aus:

Zu Freunden, zu neutralen Personen, zu Menschen mit denen Du Schwierigkeiten hast, zu Tieren, zu allen fühlenden Lebewesen.

2. Variante

Fordere Dein Herz dazu auf, in Metta Energie aufzublühen.

Flüstere: (Bitte) lass mich Liebe/Metta spüren.

Spüre achtsam in Deine Herzgegend und vielleicht badest Du in dem Gefühl der Liebe.

Wie in Variante 1, kannst Du diese Energie, sobald Du Sie spürst, weiterschicken oder auf Dich selbst gerichtet behalten.

3. Variante

Erinnere Dich an einen Menschen, ein Tier, einen Ort in der Natur, der für Dich Liebe, Freundlichkeit repräsentiert.

Sobald Du Liebe in Deinem Herzen spürst flute Dich damit und schicke es dort hin wo es gebraucht wird.

Für mich funktioniert Dieser Ansatz am besten. Ich erinnre mich an Amma – the hugging mother und das bringt mein Herz zum Leuchten!

 

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Om – ein Klang mit einer Fülle und Tiefe an Bedeutung. Ganz schwer, in ein bis zwei knackigen Sätzen, bevor es in der Yogaklasse ertönt, zu erklären. Und doch ist es so wertvoll, zu wissen, was dieses kleine Wort für eine große Wirkung hat.

‚Om – der Klang des Universums‘
‚AUM- von Illusion zu Bewusstsein‘
‚Om –  Ein göttlicher Funke, der uns alle verbindet‘

Klingt ganz schön aber nicht wirklich einleuchtend?

Besonders in den letzten Wochen habe ich den Klang des Oms, sooft genutzt, wie noch nie zuvor! Bei Dschungelspaziergängen oder mitten in der Nacht in meinen Bungalow, der ganz gern mal von allen möglichen Tierchen besucht wird. Warum ich genau in diesen Momenten Om gesungen habe, möchte ich Dir hier etwas genauer erklären.

Achtung: Es wird Hippie-mäßig!

Manchmal hörst Du anstelle von Om, AUM. Im Grunde ist es ein und dasselbe. Das O bildet sich aus den Klängen A und U. Versuch mal. AAAAAAA oooooo UUUUU. Im Übergang vom A zum U entstehet das O. So sind A und U eigentlich nur die Komponenten von dem was eigentlich rauskommen soll: Om!

In der yogischen Vorstellung besteht jegliche Materie, alles was du sehen und anfassen kannst, aus Energie. Diese Idee wird übrigens auch von moderner Wissenschaft bestätigt. Einfach ausgedrückt, entsteht Energie durch Vibration, durch Bewegung. Und Vibration entsteht durch Klang, durch Sound. Wenn Du Dich einmal auf eine Bassbox setzt, spürst Du, was ich meine. Klang vibriert oder lässt vibrieren! Ist gerade keine Bassbox in Deiner Nähe, dann schau mal dieses Video.

Om ist der heiligste aller Klänge. Er war da bevor alles entstand. Und er ist immer noch da, und zwar überall. Om ist der Klang von universeller Energie. Kommen alle Klänge des Universums zusammen, ist Om zu hören. Im yogischen Sinne, entspringt alles lebende aus genau einer Quelle. Und ein Tropfen dieser Quelle, wird jedem Lebewesen mitgegeben. Dieser Tropfen stellt eine Verbindung zur Quelle her, es hat die selben Informationen. Und gleichzeitig ist jeder Tropfen mit jedem mit anderen Tropfen verbunden. Om repräsentiert den Tropfen, wie auch die ganze Quelle. Die Quelle ist das unendliche Wissen des Universums, wahres Bewusstsein, absolutes Glück, der Raum unendlicher Möglichkeiten.

Ich habe dich gewarnt. Die Idee ist Hippie-dippie und auch sehr verwirrend. Wenn du gerade nur noch Bahnhof verstehst, ist das ok!

Für den Verstand ist das Konzept von Unendlichkeit schwer zu greifen. Die Idee von Anfang und Ende gefällt ihm besser.

Om ist ein Sound, der allen Lebewesen bekannt ist. Ein Klang, der eine friedliche Weite entstehen lässt. Ein Sound, der Dich beruhigt, wie auch alles lebende um Dich herum, der Dich verbindet, mit dem Raum unendlicher Energie. Und es funktioniert. Mein Om Gesang hat auf jeden Fall Fledermäuse, Ochsen, Spinnen, Frösche, Skorpione und mich selbst äußerst beruhigt! So kann ich Dir das Singen von Om nur ans Herz legen.

Um tatsächlich zu erfahren, dass das Om immer und überall da ist, ziehen Yogis sich in Höhlen zurück. Sie gehen an Orte, die eine tiefe Stille haben. Wo kein Wind, kein Tierchen und keine Menschenseele zu hören ist. In tiefer Meditation ist auch der eigene Geist nicht mehr zu hören, dies sind die Momente in der das Om von überall zu hören und zu spüren ist.

Ich hab in nächster Zeit nicht vor in eine Höhle zu gehen und du wahrscheinlich auch nicht. So funktioniert das Om auch wunderbar im Wohnzimmer oder an einem ruhigen Fleckchen in der Natur.

Ein kleiner Tipp auf den Weg: Experimentiere ein bisschen mit diesem wundervollen Klang und bringe die Bedeutung in Deine eigene Erfahrung. Ob in der nächsten Yogaklasse, im nächsten aufregenden Moment oder in Deiner persönlichen Yogapraxis. Ich singe Om gerade jeden morgen für einige Minuten und konzentriere mich auf Klang, Vibration und Energie. Probier’s mal aus!

Om shanti, shanti, shanti*