Warum singen Yogis Om?

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Om – ein Klang mit einer Fülle und Tiefe an Bedeutung. Ganz schwer, in ein bis zwei knackigen Sätzen, bevor es in der Yogaklasse ertönt, zu erklären. Und doch ist es so wertvoll, zu wissen, was dieses kleine Wort für eine große Wirkung hat.

‚Om – der Klang des Universums‘
‚AUM- von Illusion zu Bewusstsein‘
‚Om –  Ein göttlicher Funke, der uns alle verbindet‘

Klingt ganz schön aber nicht wirklich einleuchtend?

Besonders in den letzten Wochen habe ich den Klang des Oms, sooft genutzt, wie noch nie zuvor! Bei Dschungelspaziergängen oder mitten in der Nacht in meinen Bungalow, der ganz gern mal von allen möglichen Tierchen besucht wird. Warum ich genau in diesen Momenten Om gesungen habe, möchte ich Dir hier etwas genauer erklären.

Achtung: Es wird Hippie-mäßig!

Manchmal hörst Du anstelle von Om, AUM. Im Grunde ist es ein und dasselbe. Das O bildet sich aus den Klängen A und U. Versuch mal. AAAAAAA oooooo UUUUU. Im Übergang vom A zum U entstehet das O. So sind A und U eigentlich nur die Komponenten von dem was eigentlich rauskommen soll: Om!

In der yogischen Vorstellung besteht jegliche Materie, alles was du sehen und anfassen kannst, aus Energie. Diese Idee wird übrigens auch von moderner Wissenschaft bestätigt. Einfach ausgedrückt, entsteht Energie durch Vibration, durch Bewegung. Und Vibration entsteht durch Klang, durch Sound. Wenn Du Dich einmal auf eine Bassbox setzt, spürst Du, was ich meine. Klang vibriert oder lässt vibrieren! Ist gerade keine Bassbox in Deiner Nähe, dann schau mal dieses Video.

Om ist der heiligste aller Klänge. Er war da bevor alles entstand. Und er ist immer noch da, und zwar überall. Om ist der Klang von universeller Energie. Kommen alle Klänge des Universums zusammen, ist Om zu hören. Im yogischen Sinne, entspringt alles lebende aus genau einer Quelle. Und ein Tropfen dieser Quelle, wird jedem Lebewesen mitgegeben. Dieser Tropfen stellt eine Verbindung zur Quelle her, es hat die selben Informationen. Und gleichzeitig ist jeder Tropfen mit jedem mit anderen Tropfen verbunden. Om repräsentiert den Tropfen, wie auch die ganze Quelle. Die Quelle ist das unendliche Wissen des Universums, wahres Bewusstsein, absolutes Glück, der Raum unendlicher Möglichkeiten.

Ich habe dich gewarnt. Die Idee ist Hippie-dippie und auch sehr verwirrend. Wenn du gerade nur noch Bahnhof verstehst, ist das ok!

Für den Verstand ist das Konzept von Unendlichkeit schwer zu greifen. Die Idee von Anfang und Ende gefällt ihm besser.

Om ist ein Sound, der allen Lebewesen bekannt ist. Ein Klang, der eine friedliche Weite entstehen lässt. Ein Sound, der Dich beruhigt, wie auch alles lebende um Dich herum, der Dich verbindet, mit dem Raum unendlicher Energie. Und es funktioniert. Mein Om Gesang hat auf jeden Fall Fledermäuse, Ochsen, Spinnen, Frösche, Skorpione und mich selbst äußerst beruhigt! So kann ich Dir das Singen von Om nur ans Herz legen.

Um tatsächlich zu erfahren, dass das Om immer und überall da ist, ziehen Yogis sich in Höhlen zurück. Sie gehen an Orte, die eine tiefe Stille haben. Wo kein Wind, kein Tierchen und keine Menschenseele zu hören ist. In tiefer Meditation ist auch der eigene Geist nicht mehr zu hören, dies sind die Momente in der das Om von überall zu hören und zu spüren ist.

Ich hab in nächster Zeit nicht vor in eine Höhle zu gehen und du wahrscheinlich auch nicht. So funktioniert das Om auch wunderbar im Wohnzimmer oder an einem ruhigen Fleckchen in der Natur.

Ein kleiner Tipp auf den Weg: Experimentiere ein bisschen mit diesem wundervollen Klang und bringe die Bedeutung in Deine eigene Erfahrung. Ob in der nächsten Yogaklasse, im nächsten aufregenden Moment oder in Deiner persönlichen Yogapraxis. Ich singe Om gerade jeden morgen für einige Minuten und konzentriere mich auf Klang, Vibration und Energie. Probier’s mal aus!

Om shanti, shanti, shanti*

About Frauke Schroth

Sie findet immer wieder neue Wege um sich inspirieren zu lassen. Seit letztem Jahr ist es Bali, ihr neues zweites zu Hause: Die Leichtigkeit, Weiblichkeit, Dankbarkeit und Schönheit auf dieser Insel unterstützen und inspirieren sie sehr auf ihrem Weg. Den Sommer über ist sie in Deutschland und teilt den Bali-Spirit hier, vor allem in Berlin, dort leitet sie Ausbildungen, Events und Workshops.
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