Drei tolle Gründe um mit Yoga zu beginnen

Beginn

Hast du schon einmal daran gedacht, mit Yoga zu beginnen?
Es bis heute allerdings nicht geschafft es zu versuchen?

Erfahre hier drei Gründe, die dir den Einstieg erleichtern können:

Du kannst jederzeit beginnen
Alles was du zum Yoga brauchst ist bequeme Kleidung und eine Yogamatte. Dann kann es schon losgehen. Du brauchst dich nicht vorbereiten, nicht im Training sein, nicht gelenkig sein. Mir wird oft gesagt ‘ich bin ungelenkig, deswegen kann ich leider kein Yoga machen’. So manche Youtube Videos, Fotos im Netzt können den Eindruck erwecken, dass Yoga zu üben, nur möglich ist, wenn du schön dehnbar bis. Ich sage dir: Das stimmt nicht. Du kannst jederzeit mit Yoga beginnen und ganz besonders auch, wenn du nicht flexibel bist! Yoga ist ein weites Feld und die Chancen stehen gut, dass du dein passendes Yoga Teilchen finden kann. Heute gibt es eine Vielzahl an Yogastilen, die jedem den Einstig in das Yoga ermöglichen, sofern es gewünscht ist. Du brauchst nicht im Training zu sein, um sanftes Yoga zu üben, du musst nicht flexibel sein um kraftvolles Yoga zu üben und du musst auch nicht erleuchtet sein, um mit Meditation zu beginnen. Es benötigt keinerlei Vorbereitung um dich nach dem Yoga gut zu fühlen. Außer vielleicht deine Bereitschaft zu üben, zu lernen und zu wachsen. Noch etwas Tolles: du kannst Yoga immer und überall üben. Alles was du brauchst: bequeme Kleidung, eine Matte, deinen Körper und am liebsten noch etwas frische Luft! Natürlich kannst du auch direkt bei uns, im Lagoa Yoga Berlin, mit Yoga beginnen. Die im Kursplan grün markierten Klassen sind besonders geeignet für Yoga Einsteiger*innen.

Yoga berührt den Körper und den Geist
Ein weiteres tolles Vorteil von Yoga ist, dass es belebend und lösend auf den Körper wirkt und gleichzeitig auch den Kopf frei macht. Der Körper wird stark und weich zugleich durch kraftvolle Haltungen und sanfte, wenn auch intensive Dehnübungen. Bewusstes Atmen und konzentriertes Fokussieren lässt Gedanken zur Ruhe kommen. Leichtigkeit und Klarheit können einfacher empfunden werden.

Die Vinyasa Flow Klassen im Lagoa Yoga Berlin sind dynamisch und kraftvoll. Yin Yoga ist sehr ruhig, entspannend und lösend. So wirken Vinyasa Flow Klassen tendenziell belebend auf den Körper und Yin Yoga Klassen beruhigend auf den Geist.

Bewusster im Alltag
Mit dem Yoga steigt deine Aufmerksamkeit und dein Bewusstsein für deinen eigenen Körper. So erinnerst du dich etwas leichter an aufrechtes Sitzen, an bewusstes Essen, daran die Körpermitte zu nutzen, wenn es etwas Schweres zu heben gibt.
Auch bei anderen Aktivitäten und Sportarten kannst du von Yoga profitieren. Yoga steigert dein Körpergefühl. Die Unterscheidung zwischen Bewegungen, die dir gut tuen und denen, die deinem Körper eher nicht gut tun, wird klarer.

Besuche uns gerne im Lagoa Yoga Berlin zu einem Probetraining. Hier findest du unseren Kursplan.

Mit Yoga zu mehr Verbundenheit

Die Welt der Energien ist seit langem ein Thema, das mich fasziniert. Heutige Wissenschaften bestätigen die uralte Vorstellung, dass im Menschen, in der Natur wie auch im Universum dieselben, kraftvollen Energien wirbeln.

Die alten Yoga Schriften beschreiben, dass der Mensch Teil des Universums ist, wie auch das Universum, ein Teil des Menschen darstellt. Die Erde auf der wir leben, ist Teil des Universums, so liegt nahe, dass auch der Mensch, Teil dieses Kosmos ist. Die Energien, wie sie im Universum wirken, sind auch im Menschen zu beobachten, so liegt die Vorstellung nahe, dass das Universum eben auch Teil des Menschen ist.

Eine Übersetzung des Wortes Yoga ist Einheit. Yoga beschreibt einen Weg zu einem Bewusstseinszustand, der erkennen und spüren lässt, dass alles miteinander verbunden ist: Menschen untereinander, Menschen zu Natur, Menschen zum Universum, das Universum zum Menschen. Es ist ein Zustand in dem es keine Trennung gibt, keine Trennung zwischen Mann und Frau, richtig und falsch, gut und böse, Himmel und Erde.

EINHEIT

Mittlerweile gibt es unzählige Yoga-Stile und Yoga-Übungen, die den Weg zu Erkenntnis, Klarheit und dem Bewusstsein von Einheit beschreiben.

Ich möchte dir heute eine Quelle vorstellen, die für mich besonders im vergangenen Jahr eine kraftvolle Unterstützung bedeutete: Caroline Myss teilt in ihrem Buch: Anatomy of the Spirit, Einsichten, die in jeglichen Situation des Alltags hilfreich sein können.

Ein tolles Buch, mit dem Yoga nicht nur körperlich, auf der Yogamatte und im Lagoa Yoga Berlin geübt werden kann, sondern in jeglichen Lebenssituationen.

5 simple, jedoch nicht einfach umzusetzende Schritte, mit denen du sofort beginnen kannst:

1. Verurteile niemanden.
2. Habe keine Erwartungen.
3. Gebe auf, wissen zu wollen, warum Dinge passieren.
4. Vertraue den spontanen Ereignissen, dass sie eine Form von spiritueller Führung sind.
5. Habe den Mut Entscheidungen zu treffen, die zu treffen sind, akzeptiere, was du nicht ändern kannst, und habe das Vertrauen zu wissen wo der Unterscheid dieser beiden liegt.

Diese Schritte kannst du zum Beispiel während deiner Praxis, im Alltag oder bei deinem nächsten Besuch im Lagoa Yoga Berlin üben:

1. Verurteile niemanden.
Dies ist sehr schwierig und eine Herausforderung, der ich selbst nicht gewachsen bin, der ich mich jedoch gerne stelle. Mein Geist liebt es zu urteilen, über mich selbst und über andere. Ein Trick den ich nutze: Meine Urteile, nicht zu ernst zu nehmen. Ich sehe sie an und nehme sie an, und versuch mich nicht in sie hineinzusteigern.

2. Habe keine Erwartungen.
Vielleicht kennst du es, zu einer Yogaklasse zu gehen um dich erwartungsvoll von deiner Lieblingslehrerin durch die Klasse leiten zu lassen. Plötzlich sitz dort aber jemand ganz anderes. Eine tolle Möglichkeit, wieder mit Punkt 1 zu beginnen und zu überlegen, ob du das Geschenk des Yogas aus den Händen geben möchtest oder lieber nicht.

3. Gebe auf, wissen zu wollen, warum Dinge passieren.
Passt ganz gut zum Punkt 2. Sich auf etwas Neues einzulassen, macht ganz oft Sinn und bringt Wachstum. Vertraue auf dein Gefühl: Wann lohnt es sich Dinge zu hinterfragen und wann lenkt ständiges Fragen ab und raubt Energie anstatt welche zu geben?

4. Vertraue den spontanen Ereignissen, dass sie eine Form von spiritueller Führung sind.
Wenn dich eine Situation oder eine Person triggert, möchte etwas ungesehenes gesehen werden.
Schaue hin und übe Punkt 1.

5. Habe den Mut Entscheidungen zu treffen, die zu treffen sind. Und akzeptiere, was du nicht ändern kannst. Habe Vertrauen zu wissen, wo der Unterscheid zwischen ‘eine Wahl haben’ und ‘keine Wahl haben’ liegt.
Zwischen Wahrheit und Illusion zu unterscheiden ist ein lebenslanger Prozess, der ganz bestimmt nicht meint, zu allem ‘Ja’ sagen zu müssen. Im Gegenteil, manchmal ist ein ‘Nein’ notwendiger als ein ‘Ja’. Das Szenario der unerwarteten Lehrerin, lässt sich schwer ändern. So bleibt dennoch die Wahl: bleiben und genießen oder gehen und genießen.

Probier es gerne aus. Auf deiner Yogamatte oder im Leben. Und lasse dich von der nächsten Vertretung im Lagoa Yoga Berlin überraschen.

Hier geht es zum Stundenplan vom Lagoa Yoga Berlin.

Viel Spass & Alles Liebe,
Frauke*

Warum endet die Yogapraxis immer in Rückenlage?

Savasana

Hast du dich schon einmal gefragt, warum jede Yogastunde mit einer kurzen Entspannung, auch Savasana genannt, endet?

Unabhängig von dem Yoga-Stil kannst du dich zu fast 100% auf ein Savasana am Ende der Yogastunde verlassen.
Was macht diese Haltung so wichtig und universell?

B.K.S. Iyengar, einer der einflussreichsten Lehrer des modernen Yoga, beschreibt Savasana als eine der Posen, die am schwierigsten zu mastern ist.

Dabei sieht sie eigentlich sehr einfach aus:
Für Savasana legst du dich in Rückenlage, Arme und Beine sind ein wenig abseits vom Körper, so dass du bequem liegst. In dieser Haltung bleibst du in der Regel 5 – 10 Minuten. Bei vollem Bewusstsein regungslos zu bleiben, lehrt uns zu entspannen. Und bewusstes Entspannen belebt und erfrischt Körper wie auch den Geist.

Und wo sieht Iyengar die Herausforderung?
Den Geist still zu behalten, während der Körper vollkommen ruht.

Savasana wird sehr verschieden wahrgenommen, die einen lieben es, die anderen nicht so sehr. In Savasana kann es gut vorkommen, dass Unruhe zu spüren ist. Durch die Regungslosigkeit kann das, wovor wir sonst eher weglaufen, an die Oberfläche kommen.

Wenn du in deinem Savasana oft Ruhe genießt, können dir folgende Tips helfen, noch mehr Klarheit aus der Ruhe zu schöpfen. Wenn Savasana herausfordernd für dich ist, können dir die Tips helfen, den Einstieg in die Entspannung zu finden.

Savasana erlebst du auch in den Klassen des Lagoa Yoga Berlin.

Savasana bedeutet übersetzt Totenhaltung oder Totenstellung. Klingt erst einmal nicht wirklich einladend.
Oder hat Tod auch etwas positives?

Wir können viel aus Savasana lernen.
Hier drei Ideen, Tips, Anregungen:

1. Der Lauf des Lebens – Alles lebende verändert sich.
Wenn wir ganz ehrlich sind, dann ist Tod unausweichlich. Thich Nhat Hanh beschreibt, die tiefste Angst des Menschen ist die, vorm Altern, vor Krankheit und vor dem Tod. Sehen wir der Realität ins Auge: Wir können wir keines von dem entfliehen.

Wie wäre es, altern als etwas positives an zu sehen?
Vielleicht als Wachstum.
Was ist dir heute möglich was dir in Vergangenheit noch nicht möglich war?
Vielleicht: einfache Dinge wie Schreiben, Tanzen, Malen, Yoga 🙂

Wie wäre es, auch Krankheit als etwas positives an zu sehen?
Vielleicht als etwas aus dem wir lernen können.
Was ist es, was dein Körper dir beibringen möchte, was möchte ans Licht?
Vielleicht: Lebe dein Leben Jetzt. Tue das, was du liebst. Glaube an dich selbst.

Und wie wäre es auch den Tod als etwas positives zu sehen?
Vielleicht als eine Möglichkeit für einen Neubeginn.
Was brauchst du nicht mehr? Was möchte sich verabschieden?
Vielleicht: Eine Alte Geschichte, ein Muster, welches sich immer wiederholt und dich nicht mehr nährt. Erzähle dir Deine neue Geschichte, beschreibe deine Wunschversion, deines Selbst.

Bist du offen für Veränderungen?

2. Licht wirft immer auch einen Schatten
Eines der größten Herausforderungen: Mit dem Sein, was ist! Egal ob es hell ist oder dunkel, angenehm ist oder unangenehm, Liebe ist oder Angst, Raum erlauben, da zu sein. Das eine kann nicht ohne das andere. Licht wie auch Schatten sind Teil unseres Seins.

Kannst du dein Licht genauso lieben wie deinen Schatten?

3. Im Hier und Jetzt
Besonders, wenn wir uns in Muster bewegen ist es wichtig hinzuschauen und verstehen zu lernen, wie diese Muster entstanden sind, um sie letztendlich aufzulösen und neue Wege zu erlauben.
Doch genauso wichtig ist, das Leben im Hier und Jetzt.
Was geschehen ist, ist Erinnerung. Was geschehen wird, ist Fantasie. Erinnerung wie auch Fantasie sind wichtig um Weisheit und Visionen zu entwickeln. So ist es jedoch der präsente Moment, der Raum für Stille und Dankbarkeit schafft, in dem Angst und Unwohlsein, nur selten ihren Platz finden.

Was spürst du im Hier und im Jetzt?

Wenn du magst, stelle dir eine dieser Fragen in deinem nächsten Savasana, im Lagoa Yoga Berlin.
Vielleicht bekommst du eine klare Antwort.

Wenn du Fragen hast, hinterlasse mir gerne einen Kommentar.

Alles Liebe,
Frauke*

Yoga Routine – Eine Sequenz für den Morgen

Immer mal wieder komme ich an den Punkt, an dem mich höchst-kreative Ausreden vom Yoga-Üben abhalten möchten.

Sooft war der sogenannte ‘innere Schweinehund’ stärker und ich übte nicht. Ich lies anderes wichtiger werden, ich setzte keine Intention für den Tag noch war ich einen Moment bewusst ganz dankbar, über das Leben, dass ich leben darf. An diesen Tagen bin ich schneller gereizt, unzufrieden und mache andere dafür verantwortlich, dass ich mich so fühle, wie ich mich fühle.

An den Tagen allerdings, an denen ich Yoga übe, bin ich gelassener, friedlicher mit mir selbst und mit der Welt.

Auch nach so vielen Jahren, kommen nach wie vor die Momente, in denen ich mich überwinden muss. Fast lächerlich schwer, gar unmöglich wirkt der Weg auf die Yoga-Matte. Aber ich weiß, dass es sich lohnt und ich gebe nicht nach sondern gehe auf die Matte.

Meine Yoga-Praxis sieht jeden Morgen anders aus. Mal ruhig, mal kraftvoll. Mal ausgiebig und mal nur 10min. Innere Widerstände auch den 10min gegenüber, sind natürlich und überwindbar. Mein Tip: Entscheide dich für dich und gebe den Wiederständen nicht zu viel Zeit, sondern begebe dich schneller als langsamer auf die Matte.

Ich möchte dir eine kleine Sequenz vorschlagen, die unter ziemlich allen Umständen zu üben ist. 15-20 min dauert die komplette Sequenz, in ihren 6 Teilen. Wenn du lieber 10 min üben möchtest, dann entscheide dich für 1, 2 oder 3 Teile der Sequenz.

Eigenständig Yoga zu üben, gibt dir ein tieferes Verständnis für deinen Körper und schult deine Intuition. Bist du bereit?

1. Intention
– stelle dich in Tadasana mit den Händen in Anjali Mudra
– spüre deinen Körper
– frage ihn was er braucht
– setze diese Antwort zu deiner Intention für den Tag (z.B. Liebe, Klarheit, Kraft, Vertrauen)
– vertiefe deinen Atem

2. Halber Sonnengruß 3x
Tadasana
– stelle dich in Tadasana mit den Händen in Anjali Mudra
– atme tief

Leichte Rückbeuge
– atme ein, nehme die Arme über die Seite nach oben

Vorbeuge
– atme aus, bringe die Arme über Seite nach unten
– beuge die Knie, wenn du magst
– entspanne den Oberkörper

Halbe Vorbeuge
– atme ein, Strecke den Rücken lang
– Hände an den Schienbeinen oder Fingerspitzen am Boden

Ganze Vorbeuge
– atme aus, komme zurück in die Vorbeuge

leichte Rückbeuge
– atme ein, komme mit langen Rücken, gerne gebeugten Knien, zurück in die stehende Rückbeuge

Tadasana mit Anjali Mudra
– atme aus, bringe die Hände vor dein Herz

Wiederhole 2x

3. Rückbeuge I : Kobra
– wiederhole Schritte 1-3 vom halben Sonnengruß
– atme aus, trete nach der halben Vorbeuge in die schiefe Ebene, bleibe ein paar Atemzüge
– atme aus komme in den abwärts schauenden Hund, bleibe ein paar Atemzüge
– atme ein, fließe zurück in die schiefe Ebene
– atme aus, lege dich am Boden ab
– atme ein, komme in die Kobra, bleibe hier ein paar Atemzüge
– atme aus, bringe Stirn zum Boden, bleibe ein paar Atemzüge

3.2 Rückbeuge II : Brücke
– rolle dich über eine Seite auf den Rücken
– bringe die Fersen unter die Knie, hüftweit, parallel
– atme ein, hebe dein Becken, bleibe ein paar Atemzüge

4. Ending Twist
– bringe beide Knie auf die rechte Seite
– bringe die Arme auf Schulterhöhe, bleibe 5 – 10 Atemzüge
– wechsle die Seite

5. Savasana
– strecke Beine und Arme von dir, so dass du bequem liegst
– erlaube dir ein paar ruhige Momente
– entspanne Atmen, Bauch, Schulter, Gesicht
– spüre den Körper und erlaube allen Muskeln sich zu entspannen

6. Dankbarkeit
– finde über die Seite ins Sitzen
– richte dich auf, hebe dein Herz
– lege beide Hände auf dein Herz
– erlaube dir dankbar zu sein, für dein Leben, deinen Körper, deine Praxis, die Natur, das Universum.

Routine

***

Weitere Inspiration zum eigenen Üben gibt dir auch gerne das Lagoa Yoga Trainer-Team.

Oder wenn dir mehr nach Üben in einer Yogaklasse ist, schaue dich im Stundenplan vom Lagoa Yoga Berlin um, und besuche uns im Studio. Wir freuen uns auf dich!

CHAD HAMRIN IN BERLIN

Chad Hamrin kommt nach Berlin! Nach meinem Gespräch mit ihm kann ich dir nur ans Herz legen einen seiner Workshops zu besuchen. Im Gespräch wirkt er offen und zurückhaltend zugleich, ehrlich sowie direkt. Sein Weg begann in der Kampfkunst, 1967 wo er die ersten Einblicke in fernöstliche Philosophien, Energiearbeit und Atemtechniken bekam. 1967, das ist ungefähr 20 Jahre vor meiner Geburt! Dieser Mensch hat bereits einen langen Weg hinter sich. Etwas über 50 Jahre lang zu praktizieren und dieses immer noch mit Herzblut zu unterrichten und zu teilen, fasziniert mich sehr. Chad verkörpert Intuition, er sieht und spürt seine Schüler auf einer unsichtbaren Ebene. Intuitiv weiß er, wo Blockaden liegen, körperlich, emotional oder geistig. Wenn Bereitschaft da ist, zeigt er die nächsten Schritte um diese zu lösen. Seiner inneren Stimme folgend lässt er einen einzigartigen Yogaunterricht entstehen, in dem du dich gesehen, verstanden und berührt fühlst.

Lieber Chad, fast 50 Jahre Praxis ist eine lange, lange Zeit. Magst du uns trotzdem einen kleinen Einblick in deinen Yoga-Weg geben?
Gerne. Den ersten Kontakt mit traditionellen, fernöstlichen Lehren bekam ich durch das Üben von Kampfkunst. Ich studierte verschiedene Formen dieser Kunst, bis ich mir eine Knieverletzung zu zog. Der Wunsch weiterhin uraltes Wissen zu studieren, brachte mich zum Yoga. Ana Forrest, eine gute Freundin zu dieser Zeit und Yoga-Lehrerin, unterstützte mich sehr bei meinen Yoga-Anfängen. Ich begann mit vielen, vielen verschiedenen Lehrern zu üben und wurde zum Workshop-Junkie. Ich besuchte jeden Workshop von Lehrern, die in die Stadt kamen. Ramanand Patell war und ist ein Lehrer, der mich sehr prägte. Nach einiger Zeit begann ich neben dem Yoga auch Körperarbeit zu studieren, bis ich den Weg hin, zu meiner eigenen Praxis fand. Heute genieße ich frühes Aufstehen und meine eigene Praxis.

Was bedeutet frühes Aufstehen?
Zwischen 3:30 und 4:00 jeden morgen, seit 15 Jahren.

Wow! Und wie sieht deine Praxis so aus?
Womöglich wie die Praxis von jedem anderen auch. Lacht.
Ich beginne mit Asanas um Muskeln zu dehnen, Steifheit aus Knochen und Gelenken zu bewegen. Ich vertiefe meinen Atem und lasse eine Reise ins Innere beginnen, die jeden Morgen eine andere Richtung einschlägt.

Wie hat sich deine Praxis entwickelt im Laufe der Zeit?
Was hat sich verändert, auch in deinem Leben?

Es klingt überspitzt, aber Yoga war für mich wie eine Rettung. In jungen Jahren hätten mich Drogen und das Gefangen Sein in Äußerlichkeiten, in eine andere Richtung führen können. Yoga war wie ein Anker, es gab mir Hoffnung und Kraft. Über die Jahre begann ich zu verstehen, dass das Yoga körperliche Ausrichtung nutzt um an die Level der inneren Ausrichtung zu kommen. Durch Klarheit, die im Geist entstand, konnte ich meine eigenen inneren Dämonen anschauen und mit ihnen arbeiten. Dies musste ich tun, um heute spüren zu können, was bedingungslose Liebe, Vertrauen, Vergebung und Anmut eigentlich bedeuten.

Leben ist Veränderung. Und wenn wir uns erlauben, Leben durch uns durchfließen zu lassen, erfahren wir Freude. Dies weiß ich. Ich weiß, dass Yoga funktioniert, ich muss dies nicht mehr hinterfragen. Ich übe einfach. Diene.


Du unterrichtest bei Yoga Works L.A., eines der angesehensten Yogaschulen überhaupt. 50% deiner Schüler sind selbst Lehrer. Was machen deine Klassen aus, dass sie für Lehrer und Schüler gleichermaßen interessant sind?

Ehrlich gesagt, weiß ich es nicht genau.

Jeder kommt mit einer eigenen Motivation ins Yoga. Einige kommen, weil ihnen meine Sequenzen gefallen, andere mögen meine Art des Unterrichtens, die ich leider selbst gar nicht genau erklären kann, andere kommen, weil sie ihre Praxis auf das nächste Level tragen möchten.

Mein Unterricht ist eine Kombination aus drei Jahrzehnte langem Studium. Uralte Lehren und eigene Praxis kommen zusammen. Ich unterrichte, was ich spüre, und das spüren meine Schüler. Information kann in Vergessenheit geraten, Empfindungen nicht so einfach.

Für mich ist es wichtig, die neuen Yoga-Lehren, die in den letzen 100 Jahren entstanden sind und mehr körperlich fokussiert sind, gleichermaßen zu ehren wie auch Jahrtausende alte Tradition und Philosophy, die uns Hingabe und spirituelle Evolution lehren.

Vielleicht ist es diese Kombination, die es ausmacht.

Workshop Mai 13-15th 2016

Verrätst du uns eine Sache, die du liebst?
Ich liebe die Möglichkeit zu lieben.

Vielen Dank für das Gespräch. Wir freuen uns auf dich im Lagoa Yoga Berlin!

Wenn du mehr über Chad und seine Workshops, Trainings und Retreats erfahren möchtest, besuche ihn auf Facebook oder auf seiner Website, www.chadhamrinyoga.net.

Wir freuen und schon riesig auf Chad und seine Workshops am 13. bis 15. Mai 2016 im Lagoa Yoga Berlin.

Warum ist atmen so wichtig im Yoga?

Der Atem spielt eine zentrale Rolle im Yoga. Warum ist das so?

Atmen ist für mich wie Magie!

Aber um es hier einfach und logisch zu halten, nenne ich dir zwei Hauptgründe, warum es sich lohnt, tiefer zu atmen:

1. Der Atem ist an das Nervensystem gekoppelt.

Dies ist einfach zu beobachten:
Wenn du aufgeregt bist, Angst hast oder gestresst bist, wie fließt dann dein Atem?
Flach, schnell, unbewusst?

Wie ist es, wenn du entspannt bist, ruhig, friedlich und präsent?
Dann fließt dein Atem tiefer und weiter, richtig?

Der Atem schlägt eine Art Brücke zwischen Körper und Geist und genau diese Verbindung nutzt das Yoga. Durch ruhiges, bewusstes Atmen, weiß der Körper, alles ist gut, er weiß ‘ich bin im Hier und im Jetzt’. Die Kunst ist, den Atem auch in aufregenden Situationen, ruhig und tief zu halten. Dies ist nicht einfach. Im Yoga können Haltungen vor denen wir zurückschrecken, wie vielleicht Armbalancen oder Umkehrhaltungen oder einfache, aber länger gehaltene Positionen, eine bestimmte Aufregung erzeugen. Wenn du es in diesen Situationen schaffst, ruhig und beim Atem zu bleiben, bringst du deinem Körper eine ganz wichtige Lehre bei. Du bleibst in einem positiven Gefühl obwohl dir äußere Umstände etwas anderes zeigen wollen. Du bleibst in der Verbindung zu dir selbst.


Handstand

Yoga ist Arbeit am Selbst. Yoga bedeutet Einheit. Einheit auf vielen Ebenen. Körper und Geist. Mensch und Natur. Menschen untereinander. Nichts ist getrennt, alles ist verbunden. Der Atem ist das, was verbindet.

Dich diesen aufregenden und herausfordernden Momenten zu stellen, kann ich dir nur ans Herz legen und dir dazu empfehlen, die dynamischen Klassen im LAGOA Yoga Berlin zu besuchen.

2. Der Körper überlebt nicht ohne Sauerstoff.

Durch eine tiefe, gleichmäßige Atmung versorgen wir unserem Körper mit notwendigem Sauerstoff. Keine einzelne Zelle in unserem Körper kann ihre Aufgabe ohne Sauerstoff erledigen, kein Prozess im Körper ist ohne Sauerstoff möglich. Die Lungen nehmen so gut wie die Hälfte unseres Oberkörpers ein, diese Größe zeigt die Wichtigkeit dieses Organs und die Notwendigkeit einer tiefen Atmung.

Atmen lohnt sich! Es macht glücklich, frei und präsent!

Und so gehts:

Setze dich bequem hin oder lege dich auf den Rücken.
Entspanne den Bauch und beobachte deinen Atem.
Spüre die Bewegungen deines Atmens und verfolge den Weg den dein Atem nimmt.
Vertiefe deinen Atem.
Atme in den Bauch sowie in den Brustkorb und zähle die Länge deiner Ein- und deiner Ausatmung.
Wenn möglich zähle langsam bis acht während du einatmest und langsam bis acht während du ausatmest.
Weite deine Lungen bei der Einatmung, spüre die Fülle.
Spüre wie die Lungen sich lehren bei der Ausatmung und der Brustkorb sich leicht zusammen zieht.

Fällt es dir schwer, bis acht zu zählen, mache dir keine Sorge. Regelmäßiges Üben hilft die Atemmuskeln zu dehnen und zu stärken. Du wirst schnell merken, wie sich deine Atmung von mal zu mal etwas vertieft.

Übe tiefes, bewusstes Atmen direkt nach dem aufwachen oder kurz vor dem schlafen gehen und natürlich beim Yoga!

Wenn du Fragen hast, stelle sie gerne hier oder frage einen deiner Lehrer aus dem Lagoa Yoga Berlin.

Falls du während der dynamischen Klassen im LAGOA Yoga Berlin noch nicht mit dem atmen hinterher kommst, bleibe bitte trotzdem dabei und besuche zusätzlich die ruhigen Klassen wie Yin Yoga und restauratives Yoga, sofern es dein Zeitplan zulässt. Diese ruhigeren Klassen geben dir Zeit, dich auf deinen Atmen zu fokussieren. Hier geht es zum Stundenplan vom LAGOA Yoga Berlin.

Drei Dinge, die Du vor Deiner ersten Yogaklasse wissen solltest.

Beginner Tipps

Du stehst kurz vor Deiner ersten Yogaklasse oder möchtest einen guten Freund zum Yoga bewegen, weißt aber nicht wie? Folgende Gut-Zu-Wissen-Tipps bereiten Dich auf Deine erste Yogaklasse vor. Und geben gleichzeitig ein gutes Futter gegen, ‘Ich würde so gerne, ABER’- Ausreden.

1. Yoga ist mehr als Kraft und Flexibilität
Viele bringen Yoga hauptsächlich mit körperlicher Flexibilität und Kraft in Verbindung. Dieser Aspekt ist nicht ganz unwesentlich, aber auch lange nicht alles, worauf es im Yoga ankommt. Schon garnicht ist es etwas, was zur ersten Yogaklasse mitgebracht werden muss. Viel lieber mitzubringen ist: die Bereitschaft, bewusster und tiefer zu atmen, ein bisschen Neugier und viel Humor.

Da das Atemsystem, mit dem Nervensystem verbunden ist, bringt ein bewusster, tiefer Atmen automatisch Ruhe und Klarheit mit sich. Eine Verbindung, aus der das Yoga großen Nutzen zieht.

Die erste Yogaklasse kann herausfordernd sein. Viele neue Dinge sind zu koordinieren. Lass dich davon nicht einschüchtern, sondern eher bestärken. Schätze Deinen Eifer etwas Neues zu lernen.

2. Du brauchst weder Eso noch Öko sein
Yogis sind gesund, bewusst, präsent, höchstspirituell, sie essen nur Bio, vegetarisch oder sogar vegan, sie sind immer freundlich und waren genau so, schon ihr ganzes Leben lang! Trifft das Deine Vorstellung von Yoga Übenden? Das ein oder andere mag vielleicht als Nebeneffekt von einer längeren Yoga Praxis eintreten, aber nichts von alledem ist notwendig um Yoga zu üben! Eher im Gegenteil! Je weniger Du mitbringst, desto mehr kannst mit nach Hause nehmen!

Das Yoga ist ein Übungsweg. Von wo aus Du startest, ist individuell und wohin Du damit gehen möchtest, entscheidest Du ganz allein.

Die Akzeptanz des jetzigen Moments, lässt eine sehr friedliche Atmosphäre entstehen, das schätze ich am Yoga sehr!

3. Wähle einen passenden Yogastil und ein angemessenes Level
Die Yogawelt strahlt mittlerweile in allen möglichen Facetten. Nutze dieses Angebot. Die Antwort auf die Frage: ‘Warum möchte ich mit Yoga beginnen?’ Kann Dir bei der Auswahl eines passenden Yogastils helfen.

Viele Klassen sind in verschiedene Level unterteilt. Auch wenn Du hochmotiviert oder athletisch bist, würde ich Dir für Deine erste Yogaklasse ein Beginner Level, Level 0 oder ein Level 1 empfehlen.

Viel Spass!

Yogaformen

yogaformen

Die Formen des Yogas
Hatha Yoga ist in westlichen Gegenden, die bekannteste Form des Yogas und wird ganz oft als ‘DAS YOGA’ verstanden.

Wie der achtgliedrige Pfad nach Patanjali zeigt, kann Yoga weitaus mehr sein, als das Üben körperlicher Haltungen. Auch die unterschiedlichen Formen des Yoga zeigen, dass Arbeit mit Energiehaushalt und Geisteshaltung eine Große Rolle spielt:

Hatha Yoga
Hier hat sich besonders die westliche Welt ausgetobt und eine unglaubliche Vielzahl von Yogastilen entwickelt. Hatha Yoga ganz allgemein, bringt Flexibilität und Stabilität in den Körper. Gleichzeitig bringt es Bewusstsein über körpereigene Funktionen und hilft so beim Aufrechterhalten eines gesunden Lebensstil: Ernährung, Bewegung, Entgiftung, etc.

Jnana Yoga
Hier geht es um das Verständnis des Emotionalen Seins. Jnana Yoga stellt Meditations- und Entspannungstechniken zur Verfügung, die den Blick nach Innen richten. Ziel dabei ist es, zu sehen wie der Geist durch Sinne, Empfindungen und Emotionen beeinflusst wird. Ein tiefes Psychologisches Verständnis führt am Ende dazu, dass Bewusstsein über den Geist herrscht, und nicht andersherum.

Pranayama Yoga
Pranayama bedeutet Energie-Kontrolle. Der Sauerstoffgehalt im Körper wird erhöht. Duzende Techniken zielen auf Revitalisierung und Verjüngung des Nervensystems ab. Die Kontrolle des Energieflusses in den Nervenbahnen führt, je nach Technik, zu Stressabbau, Förderung von Hormonproduktion, Loslassen von alten Gedankenmustern bis hin zur Re-Programmierung des Geistes.

Karma Yoga
Hier geht es um das Gesetz von Ursache und Wirkung. Du findest Techniken, zur Analyse von Gedanken, Emotionen und Empfindungen um ein tieferes Verständnis dafür zu bekommen, was genau Dich in gewisse Lebenssituationen bringt. Es liefert Methoden, mit denen Du ungewollte Aspekte ändern kannst. Im weitesten Sinne ist Karma Yoga das Üben von Mitgefühl und Hilfsbereitschaft allen Menschen gegenüber. Diese Übung lässt automatisch positives Karma entstehen.

Raja Yoga
Auch Yoga des Geistes genannt. Hier findest Du Methoden, die mit visuellen und verbalen Prozessen des Geistes arbeiten. Techniken die darauf abzielen, die Funktionen des Geistes zu verstehen, um die Kraft der Gedanken gezielt einzusetzen. Ganz nach der Idee: der Geist herrscht über die Materie. Diese Kraft des Geistes ist königlich. (Raja = königlich).

Yantra Yoga
Yantra Yoga ist das Lernen von kosmischer Geometrie und Mathematik. Ziel ist, ein Verständnis über die Auswirkung von Zahlen, Symbolen und Farben auf den Geist, zu erlangen. Eine Übung ist zum Beispiel, Mandala-Design: Die Konzentration auf geometrische Formen, erhöht die Fähigkeit, innere Visionen zu entwickeln.

Mantra Yoga
Hier geht es um mehr, als um das Singen von Mantren. Mantra Yoga bringt ein Verständnis über die Auswirkung von Klang auf Körper, Geist und Materie. Verschiedene Klänge erzeugen bestimmte Schwingungen, diese Schwingungen wiederum besondere Energien, und diese Energien beeinflussen die Form von Materie, die Richtung des Geistes, wie den Energiefluss im Körper.

Laya Yoga / Kundalini Yoga / Tantra Yoga
Hier werden Übungen mitgegeben, die Energien in bestimmte Bahnen lenken um schlafende Energien im Körper zu wecken. Diese schlummernden Energien sind die Energien des Universums. Das Wecken und lenken dieser Energien führt zu hoher Erkenntnis. Ein Verständnis über die Chakren, den körpereigenen Energiezentren, geht einher mit diesen Yogaformen.

Bhakti Yoga
In Indien wird Bhakti Yoga, als Weg der Hingabe und Liebe zu Gott, geübt.
Im weitesten Sinne geht es hier um den Einheitsgedanken: der Mensch als ein Teil, des unendlichen Universums: intelligent, wunderschön und mit Sinn und Zweck. Mit dieser Einsicht, beginnst Du zu sehen, dass die Energien, die in Wärme, Licht, Wasser, Planeten, Sterne, etc. stecken, die Energien sind, die auch in unseren Körpern zu spüren sind. Dieses Gefühl von Einheit, lässt Vertrauen entstehen und gibt Dir die Fähigkeit mit dem Fluss des Lebens zu fließen.

Yogastile

yogastile

Überblick beliebter Yogastile in Berlin

Das Berliner Yoga-Angebot ist groß: Hatha-, Vinyasa-, Power-, Hot-, Flow-Yoga. Unter all den Möglichkeiten geht der Überblick schnell verloren. Besonders wenn Yoga neu für Dich ist, und Du auf der Suche nach einem für Dich passenden Stil bist.

Um Dir ein bisschen mehr Orientierung zu geben, welche Yogastile gerne in Berlin geübt werden, habe ich hier die beliebtesten aufgelistet, und in Kategorien, Dynamisch, Statisch und Ruhig aufgeteilt.

DYNAMISCHE YOGASTILE
Ashtanga Vinyasa Yoga nach Pathabi Jois
Dieser Stil wurde von Pathabi Jois entwickelt und ist nicht zu verwechseln mit dem Philosophischen Ansatz des Ashtanga Yoga nach Patanjali. Im Ashtanga Yinyasa liegt der Fokus auf den Körperlichen Haltungen. So ist es ein sehr herausfordernder Yogastil in dem die Verbindung von Atem und Bewegung eine große Rolle spielt, (Vinyasa = Verbindung von Atem und Bewegung), sowie der Einsatz von Konzentrationspunkten und die Aktivierung tieferer Muskelgruppen.

Im Mysore Style übst Du eigenständig eine Serie von Haltungen, unterstützt durch individuelle Anleitung und Hilfestellungen vom Lehrer.

Fließend. Kraftvoll. Konzentriert.

Vinyasa Flow Yoga / Power Yoga / Jivamukti-Yoga
Diese drei Stile sind dem Ashtanga Vinyasa angelenht.

In Vinyasa Flow Klassen, die auch hier im Lagoa unterrichtet werden, wirst Du von einem Lehrer durch die Klasse geführt. Der Lehrer folgt gewissen Richtlinien was Struktur der Klasse angeht, ihm sind im Aufbau der Klasse aber wenig Grenzen gesetzt. Ein sehr verbreiteter Yogastil, nicht nur in Berlin.

Fließend. Kreativ. Ausgleichend.

Poweryoga wurde von Brian Kest entwickelt. Ähnlich dem Vinyasa Flow werden die Klassen von einem Lehrer angeleitet. Der Fokus liegt besonders auf den Kraftaufbauenden Haltungen.

Fließend. Sportlich. Kraftvoll.

Jivamukti wurde von Shanon Gannon und David Life entwickelt. Das Besondere an Jivamukti Yoga Klassen ist, unter anderem der Einsatz von Musik, Gesang und einem monatlich, wechselnden Fokus. Der Fokus ist von Shanon und David vorgeschlagen und thematisiert Körperliche -, Spirituelle- oder Philosophische Aspekte des Yogas, die zu Beginn der Klasse besprochen werden.

Musikalisch. Anregend. Aktivierend.

Acroyoga
Acrobatik Yoga. Hier übst Du zu zweit oder zu dritt. Einer fliegt, meistens auf den Füßen seiner ‘Base’, und der Dritte ‘spottet’, sodass auch alles sicher ist. Ein sehr spielerischer Umgang mit der Idee des Yogas. Der Fokus liegt auf akrobatischen, wie auch passiven, entspannenden Dehnungen. Auch die Kultivierung von gegenseitigem Vertrauen und Freude spielen eine wichtige Rolle.

Spielerisch. Kraftvoll. Spirituell auf seine Art.

Weitere Dynamische Yogastile: Hotyoga (Vinyasa Flow bei ca. 38 Grad).

STATISCHE YOGASTILE
Hatha-Yoga
Wie in den Formen des Yoga beschrieben, handelt es sich beim Hatha Yoga um alle körperliche Yoga Haltungen. Heute hat sich aus der Form ein Stil entwickelt, indem oft klassische Haltungen, über einen längeren Zeitraum gehalten werden. Eine Hatha Yoga Stunde ist auch oft durch Atemübungen begleitet.

Statisch. Klassisch.

Iyengar-Yoga
Von BKS Iyengar entwickelt. Er stockte die 84 klassischen Haltungen aus dem Hatha Yoga auf 200 Haltungen auf, illustriert in seinem Buch Licht auf Yoga, mit detaillierter Beschreibung zur Ausführung und Wirkung. In einer Iyengar Yoga Stunde wird oft individuell auf einzelne Schüler eingegangen. Der typische Einsatz von Hilfsmitteln, unterstützt dabei, die statischen Haltungen, korrekt auszuführen.

Statisch. Mit fundiertem Wissen unterrichtet.

Anusara-Yoga
Dieser Yogastil wurde von John Friend entwickelt und lehnt sich ans Iyengar Yoga an. Fokussiert wird besonders die Ausrichtung der Haltungen wie auch das Näherbringen Philosophischer, und Spiritueller Ideen des Yogas.

Inspirierend. Durchdacht. Harmonisch.

Weitere Statische Stile: Forrestyoga, Bikramyoga (26 Haltungen bei ca. 40 Grad).

RUHIGE YOGASTILE
Yin Yoga
Fokus liegt auf Dehnungen in passiven Haltungen. Viele Haltungen sind im Sitzen oder in Rückenlage. Für Menschen mit einer hohen Körperspannung sehr zu empfehlen.

Regenerierend. Beruhigend.

Weitere ruhige Yogastile: Restauratives Yoga.

Was ist Yoga?

was ist yoga

Übersetzt bedeutet das Wort Yoga: Einheit.
Klingt ganz wunderbar. Aber wie soll das gehen?

Genau diesen Übungsweg beschreibt das Yoga. Es stellt einen großen Pool an Übungen bereit, die ein Gefühl von Harmonie, Verbundenheit und Glück entstehen lassen. Eigenschaften, die in der Natur des Menschen liegen, die eigentlich jeder einzelne, in seinem Herzen spüren möchte. Unzählige spirituelle Praktiken und Schulen geben verschiede Übungen mit, aber die Motivation diese zu üben, ist oft ein und dieselbe.

Die Antwort auf die Frage, was Yoga eigentlich ist, und was alles mit dazu gehört, gibt Patanjali in seinen Yoga Sutras. Dem Leitfades des Yogas und eines bedeutendsten Yoga Schriften überhaupt. Er beschreibt den Yoga Weg als einen achtgliedrigen Pfad:

Der 8 gliedrige Pfad – Patanjali’s Ashtanga Yoga

1 Yama: ethische Übungen im Umgang mit der Natur und anderen Menschen.
2 Niyama: Übungen für den Umgang mit sich selbst.
3 Asanas: Körperübungen.
4 Pranayama: Atemübungen.
5 Pratyahara: Rückzug der Sinne.
6 Dharana: Konzentration.
7 Dhyana: Meditation.
8 Samadhi: Erkenntnis.

Kein Mensch hat schließlich die ganze Welt für sich alleine, so stellt Patanjali das Prinzip von den Yamas und Niyamas vor. Eine Art Verhaltensregeln im Umgang mit sich Selbst, mit Anderen und der Welt:

Die 5 Yamas – Übungen im Umgang mit Anderen
Ahimsa: Gewaltlosigkeit in Wort, Tat und Gedanke gegenüber jedem Lebewesen.
Satya: Wahrheit und Aufrichtigkeit in Gedanke und Tat.
Asteya: Nicht- Anhaften, Nicht-Stehlen.
Brahmacarya: Reinheit in Gedanke, Wort und Tat, mäßiges Sexuelles Verhalten.
Aparigraha: Nicht-Gierig sein.

Die 5 Niyamas – Übungen im Umgang mit sich selbst
Sauca:Reinheit: körperlich und räumlich.
Santosha: Eigenschaft Glück in jedem einzelnen Augenblick zu spüren.
Tapas: Anstrengung und Disziplin der Praxis nachzugehen.
Svadhyaya: Selbststudium und Selbstbetrachtung.
Ishvarapranidhana: Intuition, Verbindung zum eigenen und höheren Wissen.

Asanas werden geübt um Flexibilität und Stabilität zurück und den Körper zu bekommen. Sie halten gesund und bereiten Körper und Geist auf die Mediation vor. Pranayama hat besondere Effekte auf den körpereigenen Energiehaushalt, den Pranaflow, und natürlich auf den Sauerstoffgehalt im Körper. Sie sind besonders reinigend und stimulierend auf körperlicher, vor allem aber auf geistiger Ebene. Pratyahara, beschreibt den Blick nach Innen. Die Sinne: Schmecken, Hören, Sehen, Fühlen, Riechen, werden oft durch äußerliche Einflüsse stimuliert. Werden sie beruhigt ist der Blick nach Innen wieder möglich. Diese Eigenschaft ist Vorraussetzung für die Meditation. Die letzen drei Glieder beschreiben die Zustände, die beim Üben von Meditation eintreten können. Dharana, ist die Fähigkeit den Geist auf einen Zustand auszurichten. In diesem Zustand, von tiefer Konzentration und Fokus kann Dhyana, Meditation entstehen. Meditation ist in diesem Sinne nichts was getan werden muss, sondern etwas, das passiert. In dem Zustand von Meditation kann dann letztendlich Samadhi, ein Gefühl von Einheit, von unendlichen Glück entsehen.

Wie Du siehst, beschreibt das Yoga soviel mehr als nur körperliche Übungen. Es beschriebt einen Weg vom Umgang mit der Welt, bis zum Gefühl des höchsten Glücks in sich selbst!

Ein kleiner Tip: ganz egal, an welchen Punkt du deiner Praxis gerade bist, weiter machen. Yoga ist ein Übungsweg, der ganz organisch einen Prozess einleitet. Eines führt zum Anderen. Zeit spielt dabei keine Rolle. ‘Übe. Übe. Übe. Und der Rest wird zu Dir kommen.’ Pattabhi Jois.

Viel Spass und alles Liebe!