Warum endet die Yogapraxis immer in Rückenlage?

Savasana

Hast du dich schon einmal gefragt, warum jede Yogastunde mit einer kurzen Entspannung, auch Savasana genannt, endet?

Unabhängig von dem Yoga-Stil kannst du dich zu fast 100% auf ein Savasana am Ende der Yogastunde verlassen.
Was macht diese Haltung so wichtig und universell?

B.K.S. Iyengar, einer der einflussreichsten Lehrer des modernen Yoga, beschreibt Savasana als eine der Posen, die am schwierigsten zu mastern ist.

Dabei sieht sie eigentlich sehr einfach aus:
Für Savasana legst du dich in Rückenlage, Arme und Beine sind ein wenig abseits vom Körper, so dass du bequem liegst. In dieser Haltung bleibst du in der Regel 5 – 10 Minuten. Bei vollem Bewusstsein regungslos zu bleiben, lehrt uns zu entspannen. Und bewusstes Entspannen belebt und erfrischt Körper wie auch den Geist.

Und wo sieht Iyengar die Herausforderung?
Den Geist still zu behalten, während der Körper vollkommen ruht.

Savasana wird sehr verschieden wahrgenommen, die einen lieben es, die anderen nicht so sehr. In Savasana kann es gut vorkommen, dass Unruhe zu spüren ist. Durch die Regungslosigkeit kann das, wovor wir sonst eher weglaufen, an die Oberfläche kommen.

Wenn du in deinem Savasana oft Ruhe genießt, können dir folgende Tips helfen, noch mehr Klarheit aus der Ruhe zu schöpfen. Wenn Savasana herausfordernd für dich ist, können dir die Tips helfen, den Einstieg in die Entspannung zu finden.

Savasana erlebst du auch in den Klassen des Lagoa Yoga Berlin.

Savasana bedeutet übersetzt Totenhaltung oder Totenstellung. Klingt erst einmal nicht wirklich einladend.
Oder hat Tod auch etwas positives?

Wir können viel aus Savasana lernen.
Hier drei Ideen, Tips, Anregungen:

1. Der Lauf des Lebens – Alles lebende verändert sich.
Wenn wir ganz ehrlich sind, dann ist Tod unausweichlich. Thich Nhat Hanh beschreibt, die tiefste Angst des Menschen ist die, vorm Altern, vor Krankheit und vor dem Tod. Sehen wir der Realität ins Auge: Wir können wir keines von dem entfliehen.

Wie wäre es, altern als etwas positives an zu sehen?
Vielleicht als Wachstum.
Was ist dir heute möglich was dir in Vergangenheit noch nicht möglich war?
Vielleicht: einfache Dinge wie Schreiben, Tanzen, Malen, Yoga 🙂

Wie wäre es, auch Krankheit als etwas positives an zu sehen?
Vielleicht als etwas aus dem wir lernen können.
Was ist es, was dein Körper dir beibringen möchte, was möchte ans Licht?
Vielleicht: Lebe dein Leben Jetzt. Tue das, was du liebst. Glaube an dich selbst.

Und wie wäre es auch den Tod als etwas positives zu sehen?
Vielleicht als eine Möglichkeit für einen Neubeginn.
Was brauchst du nicht mehr? Was möchte sich verabschieden?
Vielleicht: Eine Alte Geschichte, ein Muster, welches sich immer wiederholt und dich nicht mehr nährt. Erzähle dir Deine neue Geschichte, beschreibe deine Wunschversion, deines Selbst.

Bist du offen für Veränderungen?

2. Licht wirft immer auch einen Schatten
Eines der größten Herausforderungen: Mit dem Sein, was ist! Egal ob es hell ist oder dunkel, angenehm ist oder unangenehm, Liebe ist oder Angst, Raum erlauben, da zu sein. Das eine kann nicht ohne das andere. Licht wie auch Schatten sind Teil unseres Seins.

Kannst du dein Licht genauso lieben wie deinen Schatten?

3. Im Hier und Jetzt
Besonders, wenn wir uns in Muster bewegen ist es wichtig hinzuschauen und verstehen zu lernen, wie diese Muster entstanden sind, um sie letztendlich aufzulösen und neue Wege zu erlauben.
Doch genauso wichtig ist, das Leben im Hier und Jetzt.
Was geschehen ist, ist Erinnerung. Was geschehen wird, ist Fantasie. Erinnerung wie auch Fantasie sind wichtig um Weisheit und Visionen zu entwickeln. So ist es jedoch der präsente Moment, der Raum für Stille und Dankbarkeit schafft, in dem Angst und Unwohlsein, nur selten ihren Platz finden.

Was spürst du im Hier und im Jetzt?

Wenn du magst, stelle dir eine dieser Fragen in deinem nächsten Savasana, im Lagoa Yoga Berlin.
Vielleicht bekommst du eine klare Antwort.

Wenn du Fragen hast, hinterlasse mir gerne einen Kommentar.

Alles Liebe,
Frauke*